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Der Kahn Der unentbehrliche Kahn dient im Spreewald zur Touristenbeförderung wie auch zum Transport von Vieh, Maschinen, Bau- und Brennstoff, für Arbeitsweg, Post, Ernte oder Müllabfuhr. Die einfache, aber zweckmäßige Bauweise des Spreewaldkahnes geht auf den Einbaum zurück. Harzreiches Kiefern- oder auch Lärchenholz wird in Bohlen geschnitten und zwei Jahre gelagert. Im Winter werden die 4 m langen Rudel zum Staken aus Esche sowie Bänke und Tische vor allem aus Esche sowie Lärche oder andere einheimischen Holzarten gefertigt. Im Frühjahr werden die Bohlen für die Kahnseiten zugeschnitten und gehobelt, danach im Freien über Feuer gebogen.
Die fertigen Kahnseiten werden auf Hilfsspanten montiert, mit den Bodenbrettern verschraubt und dem eichenen Bugklotz verklinkt. Es ist flach um den Kahn von vorn beladen zu können. Kahnseiten und Bodenbretter werden nicht fugendicht verbunden, damit sie noch quellen können. Abschließend wird der Kahn imprägniert, getrocknet und gewässert, damit er dicht wird. Gewässert wird jährlich. Dann liegen „versunkene“ Kähne im Wasser. Vereinzelt sieht man Aluminiumkähne; sie haben den Vorteil nicht jährlich behandelt werden zu müssen. Doch die Tradition behauptet sich, und der bewährte, selbst im strömungsstarken Wasser strudelfrei gleitende Holzkahn ist nach wie vor ein Spreewaldsymbol.
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